Kinder begeistern sich für Bienen

(Bericht Trierischer Volksfreund, erschienen am 19.03.2018)

In der Kita St. Albanus Schillingen ist der Startschuss für die bundesweiten Umweltaktionstage gefallen. Dabei steht ein für den Menschen wichtiges Insekt im Vordergrund. Von Herbert Thormeyer

Was geht eigentlich in so einem Bienenstaat vor sich? Die Beantwortung dieser Frage ist Thema von Umweltaktionstagen, deren bundesweiter Start jetzt in der Kita St. Albanus in Schillingen fiel. Mit den Kindern wurde ein Bienenhotel gebaut und die Welt der Bienen für die Kleinsten gut verständlich erklärt.

Die Geschäftsführerin des Naturparks Saar-Hunsrück, Gudrun Rau, dankte besonders Christiane Thommes, die bei ihr nachgefragt hatte, ob es Naturexpeditionen nicht nur für Schulkinder, sondern auch für Kindergartenkinder gibt. Kaufland habe angefragt, wo man denn mit den Umweltaktionstagen starten könne, und da habe sie Schillingen vorgeschlagen. "Denn die Kita Schillingen ist vorbildlich in der Umweltbildung. Bundesweite Aktionen müssen nicht immer von großen Städten ausgehen", sagte Rau.

"Die Bienen sorgen für unseren gedeckten Tisch", machte Gudrun Rau die Bedeutung der kleinen Insekten für den Menschen klar, und warum das Thema für jeden so wichtig ist.

Albrecht Trenz fuhr früher mit seinem Umweltmobil vor. Jetzt kümmert er sich ganz intensiv im Auftrag von Kaufland und dem Naturpark um die Kleinsten, die gerade beginnen, sich für Umweltzusammenhänge zu interessieren. „Bienen eignen sich bestens, um Kinder zu begeistern“, meinte der gelernte Ingenieur, der selbst immer wieder über Problemlösungen der Natur staunt.

"Das System Natur funktioniert seit Millionen von Jahren", äußerte er begeistert und übertrug diese Begeisterung auf die kleinen Naturforscher. Die Kinder seien danach für ihre Eltern Botschafter der Natur und sorgen so für ein Bewusstsein für mehr Artenvielfalt und den Wert der Heimat. Bis Ende Oktober will Albrecht Trenz deutschlandweit rund 100 Veranstaltungstage schaffen. Seine Ansprechpartnerin in der Kita Schillingen ist Ellen Jung, die bereits in Zusammenarbeit mit dem Naturpark viel mit den Kindern in der Natur gearbeitet hat. "Im Alter von drei bis sechs Jahren sind Kinder besonders sensibel, wenn es um die Natur geht", hob  die Erzieherin hervor. Kinder seien geborene kleine Forscher. In diesem Alter gelte es, positive und faszinierende Erfahrungen langfristig zu speichern.

Gemeinsam mit Naturpark-Referenten wurden mit den Schillinger Kindern bereits Streuobstwiesen erforscht, Pflanzen bestimmt und kleine Tiere unter einem Vergrößerungsglas genau beobachtet.

Im Wildtierpark Kempfeld begegneten die Kinder der Schillinger Kita auch größeren Tieren.


Geplant ist jetzt, mal mit einem Schäfer hinter die Geheimnisse der Schafzucht zu kommen und zu sehen, wie das funktioniert, Wolle zu verarbeiten.

© Text: Trierischer Volksfreund (Herbert Thormeyer)