Grundlagen

  • Bistum Trier
  • Gesellschafter
  • Kita als Ort von Kirche
  • Struktur

als Gesellschafter

Das Bistum Trier schuf mit den drei GmbHs in den Visitationsbezirken Koblenz, Trier und Saarbrücken eine neue Struktur, um die Kindertageseinrichtungen zukunftsfähiger zu machen und die Kirchengemeinde von Verwaltungsaufgaben zu befreien.

Damit verbunden war die Bereitschaft, für die Geschäftsstellen und Gesamtleitungen zusätzliche Mittel aufzubringen.

Die Entwicklung der vergangenen sechzehn Jahre macht deutlich, dass es eine segensreiche Weichenstellung war. Als Gesellschafter ist das Bistum mit der Profilierung und der Qualitätssteigerung der Einrichtungen sehr zufrieden. Auch konnten die Herausforderungen, die sich in einem – nicht zuletzt durch die Politik – sehr schnellen Tempo einstellten, gut gemeistert werden.

Das Bistum als Gesellschafter weiß die Kindertageseinrichtungen in guten Händen. Es ist auch überzeugt, dass die Weiterentwicklungen, die kommen werden, mit der bewährten Struktur gemeistert werden können. Es wird sich im Aufsichtsrat und in der Gesellschafterversammlung weiterhin aktiv einbringen und zu einer guten Zukunft beitragen.

Tradition und Innovation - eine Herzensangelegenheit

Eine Kirchengemeinde und ihre Kindertageseinrichtung, ein Pfarrer und seine Erzieher/innen, ein Verwaltungsrat und sein unermüdlicher ehrenamtlicher Einsatz. Die Geschichten der Kindertageseinrichtungen im Bistum Trier und seinen Pfarreien sind geprägt durch Menschen, die sich für die Bedürfnisse anderer einsetzen und sich dem sozialen Wandel in unserer Gesellschaft und der katholischen Kirche stellen. Im Laufe der letzten Jahre haben sich die Rahmenbedingungen für den Betrieb einer Kindertageseinrichtung jedoch verändert. Gesetzliche Neuerungen und Geldknappheit führen vielerorts zu grundlegenden Fragen der Neuorganisation - auch und vor allem in den Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften. Diese Entscheidungen, die auch den Kindergarten betreffen, ziehen Konsequenzen für Mitarbeiter/innen, Kinder, Eltern und die ganze Gemeinde nach sich.

Die Übergabe der Betriebsträgerschaft der Kindertageseinrichtung an die katholische KiTa gGmbH Trier ist ein weiterer Schritt, sich dieser großen Verantwortung zu stellen. So entscheidet der zuständige Verwaltungsrat einer Kirchengemeinde/Pfarrei, ob und wann die Betriebsträgerschaft der katholischen KiTa gGmbH Trier übertragen wird. Durch diese Entscheidung tritt die Kirchengemeinde der katholischen KiTa gGmbH Trier bei und wird Gesellschafter - mit allen Rechten und Pflichten. Noch bedeutsamer sind jedoch die inhaltlichen Konsequenzen dieser Entscheidung: die Kirchengemeinde behält Einfluss auf die Entwicklung der katholischen KiTa gGmbH Trier durch Sitz und Stimme in der Gesellschafterversammlung und der Pfarrer kann sich wieder stärker der pastoralen Arbeit mit den Kindern und Familien widmen.

Pastorale Einbindung und Kirche sein

Ein wichtiges Anliegen für uns als katholischer Träger von Kindertageseinrichtungen ist es, die Verbindung zwischen Kindertageseinrichtung und Pfarrgemeinde zu unterstützen, zu fördern und (neue) Möglichkeiten der Zusammenarbeit aufzuzeigen.

In ihrer täglichen Arbeit gestalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die 4 kirchlichen Grundvollzüge und leben diese gemeinsam mit Kindern und Eltern.

Dies kann in vielfältiger Form geschehen:

  • durch gemeinsame Gottesdienste (Liturgie)
  • durch Planung von Veranstaltungen und Aktionen (Gemeinschaft und Diakonie)
  • durch implizite und explizite religionspädagogische Projekte in der Kita (Verkündigung)
  • durch gegenseitige Teilnahme an Veranstaltungen (Pfarrfest, Kindergartenfest, Seniorennachmittag u.ä.m.)
  • durch Unterstützung und Begleitung von Kindern/Familien in besonderen Lebenslagen (Diakonie)
  • durch regelmäßige Gespräche zwischen Standortleitung/Teamund Pfarrer/Seelsorgeteam

Die Kindertageseinrichtung ist damit auch ein wichtiger Ort von Kirche innerhalb der Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften; hier treffen sich Kinder, Eltern und Mitarbeiter/innen, Seelsorger/innen und andere Gemeindemitglieder. Hier wird für sie alle Glaube und kirchliche Gemeinschaft erlebbar.
Dies ist eine große pastorale Chance für die Pfarrgemeinde: Diese Kinder und ihre Familien in der Gemeinde zu beheimaten und mit ihnen ins (Glaubens-)Gespräch zu kommen.

Unsere Struktur

Die katholische KiTa gGmbH Trier wurde gemeinsam mit der katholischen KiTa gGmbH Koblenz und der katholischen KiTa gGmbH Saarland im Juni 2000 mit dem Ziel gegründet, die Kirchengemeinden im Bereich ihrer Kindertageseinrichtung zu entlasten, um dort mehr Raum für pastorales Engagement zu schaffen. Damit wird die katholische Trägerschaft ebenso wie die pädagogische und religionspädagogische Qualität von Kindertageseinrichtungen langfristig gesichert sein.

Die katholische KiTa gGmbH Trier ist ein anerkannter freier Träger der Jugendhilfe. Wir unterstützen die Jugendämter bei der Verwirklichung des gesetzlichen Auftrages: Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern. Unsere Kindertageseinrichtungen sind familienergänzende Einrichtungen mit dem Ziel, die Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Menschen zu fördern. Gesetzliche Basis hierfür ist unter anderem das Kindertagesstättengesetz für Rheinland-Pfalz. Als katholischer Träger von Kindertageseinrichtungen ist die Grundlage unseres Handelns ebenso der „Auftrag Jesu Christ, der Welt das Leben in Fülle zu bringen“. Kindern und ihren Familien den Lebensentwurf Jesu Christi als hilfreiche und lebenswerte Orientierung für ihr eigenes Leben vorzustellen und die Kirche als tragfähige Gemeinschaft nahe zu bringen, ist der erweiterte Auftrag für uns als katholische Einrichtungen.

Die Finanzierung der Personal- und Sachkosten für die Mitarbeiter/innen in der Verwaltung der katholischen KiTa gGmbH Trier trägt zu 100 % das Bistum Trier. Die Personal- und Sachkosten der Mitarbeiter/innen in den Kindertageseinrichtungen der katholischen KiTa gGmbH Trier werden, wie bei den kirchengemeindlich getragenen Kindertageseinrichtungen, anteilig vom Bistum Trier und den öffentlichen Zuschussgebern übernommen.