Zum Wohl der Familien

18. Gesellschafterversammlung der katholischen KiTa gGmbH Trier


151 Kindertageseinrichtungen, 617 Gruppen, 12.869 Betreuungsplätze, 3.236 Mitarbeitende: Mit diesen Rahmendaten haben die Geschäftsführer Cordula Scheich und Konrad Berg die katholische KiTa gGmbH Trier bei der 18. Gesellschafterversammlung am 27. September in Trier vorgestellt.

Scheich verdeutlichte dasen Wachstum der Gesellschaft seit ihrer Gründung im Jahr 2000 etwa anhand der Ganztagesplätze, die von 8.000 im Jahr 2007 auf knapp 13.000 gestiegen sind. „In Trier gibt es sogar eine Einrichtung mit 100 Prozent Ganztages-Belegung“, informierte die Geschäftsführerin. Infolge des Wachstums passe man die Struktur der Gesamteinrichtungen als „Herzstück der Trägerstruktur“ an und bündele die zehn Gesamteinrichtungen in sechs Büros in Bitburg, Kenn, Saarburg, Trier, Ulmen und Wittlich. Damit könne man weiter der Zielsetzung gerecht werden: wertorientierte Führung und Personalmanagement, Berücksichtigung der unterschiedlichen Situationen vor Ort; Netzwerkarbeit vor Ort;. Kitas sind Orte von Kirche im Bistum Trier. Ein Thema der Geschäftsführung ist die Finanzierung der Gesellschaft und ihrer Aufgaben. „Die Liquidität ist stabil“, teilte Berg mit - was die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Solidaris der Katholischen KiTa gGmbH mit ihrem Umsatzvolumen von rund 117 Millionen Euro ebenfalls bescheinigte. Bei der Sicherstellung der Finanzierung sei es wichtig, „vertrauensvoll und transparent mit den kommunalen Partnern zusammenzuarbeiten“, sagte Berg. Im Personalbereich bereite der anhaltende Fachkräftemangel Sorge. Scheich nannte als Aufgaben für das kommende Jahr die weitere Anpassung der Strukturen an die Größe und Aufgaben der Gesellschaft, das Thema Datenschutz und die Sicherung der kirchlichen Trägerschaft.

Mechthild Schabo, Direktorin für Pastoral und Gesellschaft des Hauptgesellschafters Bistum Trier und Vorsitzende des Aufsichtsrates, dankte allen Mitarbeitenden der Katholischen KiTa gGmbH Trier. Sie betonte die Wichtigkeit der Gesellschafter aus den Kirchengemeinden, „weil Sie die Kenntnis von vor Ort mitbringen“. Die Gesellschafter wüssten, wie sich Entscheidungen der Gesellschaft auf die Kitas auswirkten. Die Überführung aller Kitas in Trägerschaft von Kirchengemeinden in die gGmbH nannte sie einen „Meilenstein in der Entwicklung der Gesellschaft“. Mit Blick auf die Umsetzung der Synode im Bistum äußerte Schabo die Hoffnung, dass Kitas sich als Orte erweisen, an denen spürbar werde, wozu Kirche da ist. In die Kitas kämen die Familien mit ihren Fragen und Sorgen, „so wie sie sind – diese Chance zu nutzen und zu gestalten zum Wohl der Familien ist unser Ziel Nr. 1!“ Ursula Steuer, für die Kirchengemeinden im Aufsichtsrat, würdigte unter anderem die Professionalität der Gesamtleitungen.

Angela Thelen vom Diözesan-Caritasverband Trier, die mit Georg Binninger vom Bischöflichen Generalvikariat im Steuerungsbüro die drei Katholischen KiTa gGmbHs koordiniert und die strategische Ausrichtung für das Bistum vorbereitet, wies auf das überarbeitete Rahmenleitbild hin. „Es steht für die gute pädagogische und pastorale Arbeit.“ Aktuell stehe die Konzeption Einführung eines Kinderschutzkonzeptes zusammen mit einem Präventionskonzept mit einem systematischen Verfahren an. Ziel des partizipativ angelegten Prozesses sei die „Transparenz und Klarheit im Umgang mit den Kindern“. Georg Binninger betonte die Bedeutung der Kitas für die „Pfarreien der Zukunft“; in der jetzt beginnenden Erkundungsphase könnten sie als Gesprächsorte dienen und den Kontakt zu Familien herstellen. Welche Auswirkungen die Bildungen der Pfarreien und damit der Kirchengemeinden der Zukunft auf die Gesellschafter hätten, sei noch nicht abzusehen. Entscheidend sei heute wie zukünftig der Kontakt zwischen der Kita und den anderen kirchlichen und nicht-kirchlichen Gruppierungen vor Ort. 

 

© Text: Bistum Trier (Judith Rupp)